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Digitale Selbstverteidigung – Ein Überblick wie man sich verhalten kann

Datenkonzerne schlagen Kapital aus den persönlichen Informationen ihrer Kundinnen und Kriminelle suchen Schwachstellen für Betrug, Erpressung, Mobbing. Solange Politik und Tech-Industrie nicht umdenken, müssen Nutzerinnen ihren Schutz deshalb weitgehend selbst in die Hand nehmen. Netzpolitik.org hat dafür ein paar einfach Tipps zusammengestellt.

Kleines Einmaleins der digitalen Selbstverteidigung auf Netzpolitik.org weiterlesen

 

Digitale Transformation – Unternehmenskultur ist der Erfolgsfaktor sagt Microsoft-Chefin Sabine Bendiek

Nur jeder zehnte Mitarbeiter ist in Transformationsprozess eingebunden – sagt eine aktuelle Studie von Microsoft

Die „Digitalisierung für alle“ scheitert nicht am Willen der Mitarbeiter. 60 Prozent der deutschen Beschäftigten meinen, dass digitale Technologien die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Organisation verbessern. Auch für ihre persönliche Entwicklung sehen die Befragten überwiegend Vorteile. Gleichzeitig fürchtet sich jeder zweite Arbeitnehmer vor veränderten Aufgaben oder gar Jobverlust. Das ergibt eine repräsentative Erhebung von YouGov im Auftrag von Microsoft, die heute bei Microsoft in Berlin vorgestellt wurde. Demnach stellen sich Unternehmen und Institutionen aktuell eher den technischen als den kulturellen Herausforderungen der Digitalisierung. Nicht einmal jeder fünfte Arbeitgeber treibt den Kulturwandel konsequent voran. Ein neuer Microsoft-Studienband gibt jetzt konkrete Empfehlungen, wie Unternehmen eine Kultur der digitalen Transformation schaffen können. 

Viele Arbeitnehmer empfinden die Digitalisierung als Chance. So ist jeder zweite davon überzeugt, dass die digitale Transformation mehr Spaß bei der Arbeit oder eine bessere Gestaltung der Work-Life-Balance ermöglicht (51% bzw. 48%). Allerdings fürchten ebenso viele Beschäftigte den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine Veränderung von Aufgaben. „Wer die Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss alle Menschen mitnehmen. Es gilt die positive Grundstimmung der Beschäftigten zu nutzen, Ängsten aktiv zu begegnen und Zukunftsperspektiven für alle aufzuzeigen. Das gelingt am besten in einer Kultur des Vertrauens, in der die Mitarbeiter aktiv in den Transformationsprozess eingebunden werden“, sagte Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Doch genau daran scheint es in Deutschland noch zu mangeln. Die wenigsten Beschäftigten (11%) erleben die Entwicklung der digitalen Transformationsstrategie als gemeinschaftlichen Prozess unter Beteiligung von Mitarbeitern und Führungskräften.

Ängste akzeptieren und die Digitalisierung gemeinsam gestalten

Unsicherheit in der Belegschaft entsteht häufig dann, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, neuen Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Eine Digitalkultur, die Ängste ernst nimmt und lebenslanges Lernen fördert, kann dem entgegenwirken. Laut Umfrage begrüßen 67 Prozent der Befragten ausdrücklich eine kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung. Doch Unternehmen und Behörden leisten zu wenig Unterstützung bei der digitalen Qualifikation. So bietet nur jeder zweite Arbeitgeber regelmäßig entsprechende Schulungen an oder ermutigt seine Mitarbeiter, mit neuen Technologien zu experimentieren.

„Deutsche Unternehmen und Institutionen haben die Bedeutung der digitalen Transformation durchaus erkannt, doch sie stellen sich derzeit eher den technischen als den kulturellen Herausforderungen. Dabei ist der Erfolg der digitalen Transformation immer auch eine Frage der Kultur. Eine klare Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen können Mitarbeitern hier helfen, die digitale Zukunft zuversichtlich anzugehen“, so Bendiek. Nur genau daran hapert es: Derzeit berichtet nicht einmal jeder fünfte Befragte (19%) von einem Programm für den Kulturwandel in seiner Organisation. Stattdessen nehmen die Befragten vielfach noch eine tradierte Unternehmenskultur wahr und vermissen eine Strategie für die digitale Transformation.

Den Kulturwandel zur Chefsache machen

Wie Unternehmen den notwendigen Kulturwandel konkret angehen können, zeigt Microsoft jetzt in dem neuen Studienband „Digitalisierung für alle – wie wir eine Kultur der digitalen Transformation schaffen“. Neben den detaillierten Umfrage-Ergebnissen finden sich in dem Band auch die Perspektiven von Change-Experten, Psychologen und Top-Managern unterschiedlichster Branchen. „Unternehmen dürfen die digitale Transformation nicht ignorieren. Sie müssen den Wandel von der Chefetage aus führen und sollten ihn nicht an die IT-Abteilung delegieren. Denn Veränderung erfordert unternehmerische Führung und übergreifenden Fokus“, sagt Andreas Schierenbeck, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp Elevator. Tatsächlich aber ist Digitalisierung in Deutschland nur selten Chefsache: Laut YouGov-Umfrage erlebt nur jeder vierte Mitarbeiter die Geschäftsführung oder den Vorstand als treibende Kraft der Transformation.

Hinweis zur Erhebung: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragte im Auftrag von Microsoft Deutschland 1.073 Mitarbeiter und Führungskräfte der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung in Deutschland im Zeitraum vom 2. bis 16. Februar 2018.

Digitalisierung für alle
Die Aktivitäten von Microsoft stehen im Kontext der Initiative Digitalisierung für alle. Microsoft setzt sich im Rahmen der Initiative dafür ein, dass alle Menschen vom Fortschritt und den Chancen profitieren, die die digitale Gesellschaft bietet. Debattieren Sie mit uns und nutzen Sie hierfür den Hashtag #digitalfueralle.

Die vollständige Studie erhalten Sie unter http://aka.ms/DT-Studie-2018.

(C) Microsoft – Dieser Beitrag ist zuerst auf Microsoft Deutschland erschienen

Schüler müssen Skepsis lernen

Skepsis lernen für die Demokratie

Der ZEIT Redakteur Martin Spiewak ruft Anfang März 2018 in einem lesenswerten Beitrag dazu auf, dass Schüler und vor allem junge Lehrer lernen müssen, Fakten von Fakes zu unterscheiden. Letztendlich sei unsere Demokratie in Gefahr.

Angemeldete Leser der ZEIT können den Beitrag hier lesen

Wir alle brauchen die Fähigkeit, wie man sich kompetent informiert und im Internet Wahrheit von Lüge unterscheidet. Wir sollten uns bewusst sein, dass eine neue Nachricht mindestens 2 unabhängige Quellen braucht und jede Meinung auch eine Gegenmeinung. Auch sollten wir wissen, dass eine Behauptung nicht deshalb zur Tatsache wird, nur weil sie aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis kommt.

Wir sollten unsere Sinne für die Fallen und die Verführungen des Internets schärfen und erkennen können und unterscheiden können, was echte Nachricht oder eine als Nachricht getarnte Werbung ist. Diese Fähigkeiten scheinen vor allem der jüngeren Generation verloren zu gehen, wie Studien zu belegen scheinen.

Im Internetzeitalter ist jeder User nicht nur Empfänger von Nachrichten, sondern auch ihr Produzent; nicht nur Leser, sondern auch Journalist. Denn jedes Teilen einer Botschaft ist selbst eine Nachricht, jedes Liken einer politischen Stellungnahme selbst eine politische Stellungnahme. Und jeder Kommentar im Netz beeinflusst die öffentliche Meinung. Jedem verleiht das ein wenig Macht und damit auch publizistische Verantwortung.

10 Regeln für den Umgang mit Nachrichten im Internet

Die folgenden 10 Faustregeln von Martin Spiewak sollen helfen, damit umzugehen.

  1. Du bist das Internet
    Alles, was du im Netz liest, schreibst und postest, fällt in deine Verantwortung.
  2. Verlasse deine Filterblase
    Je umfassender du dich informierst, desto größer wird deine Autorität mitzureden.
  3. Höre immer die andere Seite
    Nicht nur vor Gericht gilt: Zu jeder Meinung gibt es eine Gegenmeinung.
  4. Prüfe die Quellen
    Eine seriöse Nachricht hat eine seriöse Herkunft. Und es ist deine Aufgabe, einzuschätzen, wie glaubwürdig der Absender ist, bevor du einer Nachricht Glauben schenkst.
  5. Kontrolliere die Fakten
    Seriöse Nachrichten liefern konkrete und korrekte Daten, Zitate oder Statistiken. Prüfe zumindest stichpunktartig, ob diese stimmen.
  6. Leite nichts ungelesen weiter
    Teile keine Nachricht, von der du nicht sicher weißt, dass ihre Quelle seriös ist und die Fakten stimmen. Dasselbe gilt für jedes Like, das du setzt.
  7. Korrigiere deine Fake-News
    Stellt sich heraus, dass du eine Falschnachricht verbreitet hast, solltest du jeden Empfänger darüber informieren.
  8. Bleibe cool
    Vermeide auch im Netz Übertreibungen, Unterstellungen und persönliche Angriffe. Je sachlicher du argumentierst, desto größer ist deine Glaubwürdigkeit.
  9. Zeige dich
    Anonymität ist in den meisten Fällen Schwäche – wer eine Meinung äußert, sollte sie mit seinem echten Namen bezeugen.
  10. Nimm dir Zeit
    Lies jeden Post, jeden Tweet, jeden Kommentar noch einmal durch, bevor du ihn abschickst, und prüfe, ob du die oben genannten Grundsätze eingehalten hast.

 

Fazit: Wir müssen Skepsis üben!

Woher stammt die Information?
Wer hat ein Interesse daran, sie zu verbreiten?
Gibt es für die Behauptung Belege?

Die norwegische App Holdstudent belohnt Schüler und Studierende – Wenn sie das Handy weglegen

Prämien für Verzicht auf permanenten Smartphone-Konsum

Ständige Kommunikation macht süchtig. Weder Whatsapp noch Facebook, E-Mails oder „Pokemon“. Funkstille, Smartphone-Pause. Für Viele ist das ein Problem. Laut Untersuchungen verbringen durchschnittliche Nutzer zwei Stunden täglich am Smartphone, junge Menschen noch mehr; rund 200 Mal pro Tag blicken viele Display. Über die Auswirkungen dieses konstanten Konsums wird kontrovers diskutiert. Einigkeit herrscht aber darüber, dass das Smartphone die Konzentration beeinträchtigt. Mehrere US-Studien haben bei Studierenden einen Leistungsabfall gemessen, wenn diese ihr Smartphone auf dem Pult hatten, und eine Untersuchung zeigte, dass es nach dem Griff zum Handy rund 20 Minuten dauerte, bis die Probanden wieder ihre volle Konzentration erlangten.

Eine norwegische Firma hat eine Lösung für das Problem entwickelt – im Smartphone selbst. Mit der App Hold können Nutzer Punkte sammeln, wenn sie ihr Handy nicht beachten: Die App beginnt zu zählen, sobald der Bildschirm gesperrt ist. Dies funktioniert nur auf dem Hochschul-Campus und an Schulen. Der Sinn ist, dass die Jungen ihr Handy während der Studien- und Unterrichtszeit weglegen. Für jeweils 20 Minuten am Stück ohne Smartphone-Aktivität gibt es einen Belohnungspunkt. Die Punkte können gegen Prämien von über 30 beteiligten Firmen getauscht werden. So machen etwa eine Kiosk-Kette, Telekommunikationsfirmen, eine Airline und eine Bank mit. Im Angebot sind Getränke, Snacks, Kinotickets oder auch die Chance, ein kleines Stipendium zu gewinnen. Zudem besteht die Möglichkeit für wohltätige Zwecke zu spenden.

Neue Variante der Verbindung von Online- und Offline Marketing

Die Idee der jungen Norweger ist eine neue Variante im Marketing-Mix und eine Chance für Unternehmen Nutzer wieder mehr zu Offline-Konsulemten werden zu lassen. Besonderst interessant für Produkte, die sich online sehr schlecht vermarkten lassen. Schokoriegel oder eine frisch zubereitete Pizza sind nur die offensichtlichsten Produkte. 

Inzwischen über 120.000 Nutzer

Im Jahr 2016 in Norwegen lanciert, erreicht die App heute laut Angaben der Entwickler 40 Prozent der norwegischen Studierenden und insgesamt über 120.000 Nutzer. Verfügbar ist sie auch in Dänemark, Schweden und seit neustem an britischen Universitäten. Maths Matisen hat die App mit zwei anderen Norwegern entwickelt, als sie selber Studierende an der Business-School in Kopenhagen waren. Mittlerweile ist das Team auf über 12 Mitarbeiter gewachsen. Statt eines Systems der Bestrafung für permanente Smartphone-Nutzung hätten sie ein Konzept mit Prämien geschaffen, erklärt Matisen. Diese seien von eher kleinem materiellem Wert, die Teilnahme brauche Selbstüberwindung, aber das Ganze habe neben dem offensichtlichen Nutzen auch etwas Spielerisches.

Online auch während der Schulstunden

Dort findDie Entwickler von Hold hoffen, dass ihre App das Bewusstsein schärfen und zu einer Verhaltensänderung beitragen kann – auch als Alternative zum Verbot von Smartphones, wie es viele Schulen aussprechen. Die dänische Bildungswissenschafterin Dorte Aagaard spricht in diesem Zusammenhang von der „pädagogischen Herausforderung Nummer eins“. Durch die Smartphone-Nutzung werde die Fähigkeit des Gehirns, Wissen zu speichern, laufend beeinträchtigt. Eine dänische Studie mit 2.700 Gymnasiasten ergab, dass rund ein Drittel der Befragten in den Schulstunden online ist – und dies meist ohne Bezug zum Unterricht. Konzentrationsschwierigkeiten und Stresssymptome waren bei diesem Drittel der Befragten am ausgeprägtesten.

Hier geht es zur Website der App Hold. Dort finden Sie auch die aktuellen Links für Apple & Android.

„Wer sich keine Sorgen macht, der bekommt welche“, sagt Christian Friege, CEO Cewe Color

Cewe wurde 1912 in Oldenburg gegründet, dann 1961 und 1997 neu erfunden

Cewe Gründer 1912

Der Fotograf Carl Wöltje gründete 1912 in der Haarenstraße in Oldenburg die Photographische Anstalt. In dem Namen Cewe verewigte er seine Initialen.

 

"Sie zerstören mein Lebenswerk!"

Sein Schwiegersohn Heinz Neumüller erfand das Unternehmen neu, als er 1961 Cewe Color als Großlabor gründete. Er entwickelte Fotoabzüge für andere Fotographen. Zu einem Preis von 1 DM pro Abzug.

Als Neumüller 1997 von seinem Technikchef den Prototypen einer digitalen Bildannahmestelle präsentiert bekam, rief er empört: „Sie zerstören mein Lebenswerk!“ und gab am nächsten Tag den Auftrag, das Gerät zu bauen.

In nur zehn Jahren brachen über 90 Prozent des Geschäfts weg

Bis Anfang der 2000er-Jahre lebte Cewe überwiegend von Fotoabzügen vom Negativ. In nur zehn Jahren brachen mehr als 90 Prozent des bisherigen Geschäfts weg. „So radikal und alternativlos hat sich kein anderer in der Branche auf Digitalisierung umgestellt“, sagt Christian Friege, Chef von Cewe seit Mitte 2017.

Analoge fotos

Kodak, Agfa und Südcolor gingen pleite - Konica und Minolta gaben auf

Einstige Fotogiganten wie Kodak oder Agfa gingen zwischenzeitlich pleite. Bei Cewe wurde die Schalter rechtzeitig auf Digitalisierung geschaltet, sonst gäbe es auch Cewe nicht mehr.

Restrukturierungkosten-Digitalisierung

Aus 17 Mitarbeitern zum Start wurden in 20 Jahren 3.500

Cewe Digital startete mit 17 Leuten und schon 2011 hatte der Digitalumsatz den einstigen Umsatz mit analogen Fotos überholt, der heute bei rund 98 Prozent liegt. Elf von 23 dezentralen Entwicklungswerken mussten schließen und 1.200 Stellen fielen weg. Insgesamt aber stieg die Zahl der Mitarbeiter auf 3.500.

Unternehmensentwicklung CEWE

Jeder darf Ideen einbringen

Cewe hat den Sprung von einem Dienstleister im Hintergrund zu einer Premiummarke geschafft. Früher waren die meisten Mitarbeiter Fotolaboranten, Cewe hat sie vorbildlich weiterqualifiziert. Für Christian Friege sind „Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg“, wie er sagt. Jeder Mitarbeiter hat die Chance, Innovationen mitzugestalten. Jeden Woche treffen sich die Mitarbeiter in einer offenen Runde zum Brainstormen. Immer wieder gibt es Präsentationen, in denen teilweise 400 Kollegen aus allen 24 Cewe-Ländern ihre besten Ideen vorstellen.

Digitalstrategie und Innovationsmanagement brachte Marktführerschaft in Europa

Inzwischen ist Cewe in Europa mit Abstand Marktführer bei Fotobüchern, vor der französisch-britische Photobox (Marke Poster XXL) und Albumprinter. Cewe verkauft seine Produkte unter anderem über Rossmann, dm, Müller, Saturn und Edeka. Jetzt wird auch der Onlinedruck gezielt aufgebaut, u.a. mit Verpackungen zum Selbstdesignen oder individualisierten Handyhüllen.

Cewe Kunden

Kundenfokussierung, Innovationsbereitschaft und Unternehmenskultur als Bausteine des Erfolges

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für den Firmenchef auf mehreren Ebenen. Zum einen die absolute Kundenfokussierung, eine hohe Innovationsbereitschaft mit strukturiertem Innovationsmanagement sowie eine gute Unternehmenskultur.

Alle oberhalb zu findenden Grafiken und Bilder sind Eigentum der Cewe AG. Erstellt mit Textelementen des Handelsblatt.

Cewe hat seinen Transformationsprozess online zur Einsicht gestellt.
Sie können das Dokument „Transformation des Unternehmens CEWE“ hier herunerladen.

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Shopping-Trends im E-Commerce – Vielleicht kaufen wir in ein paar Jahren so ein

Das Magazin t3n hat sieben mögliche Trends im Shopping zusammengestellt. Auch wenn wir wissen, dass es nahezu unmöglich ist die Zukunft vorauszusagen, stellen wir Ihnen die Thesen des Magazins kurz vor.

1. Grenzen zwischen online und offline verschwimmen weiter – und Beratung bleibt wichtig

2. Lebensmittel und Dinge des täglichen Lebens werden immer häufiger online gekauft – darin steckt das meiste Wachstum

3. Die andere Seite des Shoppings: Kunden setzen auf das Einkaufserlebnis und die Geschichte hinter der Ware

4. Dynamisches und individuelles Pricing: Händler setzen auf die Einkaufsvorlieben der Kunden

5. Assistenzsysteme, SB-Kassen und Verkaufsroboter: Der Handel benötigt zunehmend weniger, aber auf jeden Fall anderes Personal

6. Personalisierte Werbung: Kundenspezifische Ansprache findet den Weg in den stationären Handel

7. Mobile Payment: Das Smartphone wird zum selbstverständlichen Bezahlinstrument – selbst im bargeldverliebten Deutschland

 

Den ausführlichen Beitrag können Sie hier auf t3n nachlesen

Erfolgsfaktoren auf dem Weg zum digitalen Unternehmen / DX-Studie 2017

Carsten Sensler und sein Autorenteam betrachtet die Digitalisierung unter den Anforderungen der zukünftigen Geschäftsmodelle eines digitalen Unternehmens.

Was sind die Herausforderungen beim Aufbau zukünftiger Geschäftsmodelle im Kontext der Digitalisierung?

Abhängig von seiner Rolle, seinen Interessen und Schwerpunkten, sowie seiner Arbeitsumgebung hat jeder ein anderes Verständnis von Digitalisierung und digitaler Transformation.

Marketer schauen auf das Marketing, Softwareentwickler auf IT und Personaler auf HR-Themen

Marketer schauen auf modernes Content Marketing, Social Media Marketing oder AdTech.

Software-Entwickler schauen auf Netzwerke und Continuous Delivery oder DevOps. Ebenso können Sie auch Sensorik (IoT), Smart Analytics oder auch reine Effizienzsteigerung beziehungsweise Modernisierung einer existierenden IT im Fokus der Digitalisierung sehen.

Personaler beschäftigen sich mit den veränderten Auswahlprozessen und Bewerbermanagement sowie mit Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmenskultur und die Art und Weise, wie wir miteinander Arbeiten.

Digitalisierung bedeutet das zukünftige Geschäft eines Unternehmens völlig neu zu gestalten.

Das Autorenteam um Carsten Sensler hat sich gefragt, wie die Unternehmen mit dem aus diesen Herausforderungen entstehenden Druck umgehen. Dazu haben sie über 100 Teilnehmer aus ganz Europa zur Digitalisierung befragt. Mehr als 75 Prozent der Teilnehmer stammen aus dem Management der beteiligten Unternehmen. Ausgangspunkt der Studie war, in welcher Phase der Digitalisierung sich die Unternehmen befanden und wie der Erfolg der damit verbundenen Aktivitäten eingeschätzt wurde.

Ein Großteil der Unternehmen haben die digitale Transformation bereits in Angriff genommen und befinden sich entweder mitten in der Umsetzung (63%) oder starten gerade damit (23 %).

Die Autoren identifizieren drei wesentliche Treiber der Veränderung

Der erste Treiber ist das veränderte Konsumverhalten in der Gesellschaft.

Die so genannten Digital Natives haben höhere Erwartungen an Preistransparenz, Angebote und den Kundendialog. Gleichzeitig tritt der Wunsch nach Besitz den Autorn zufolge immer mehr in den Hintergrund.

Der zweite Treiber sind neue Technologien.
Sie haben das Potenzial, die Möglichkeiten in der Ausgestaltung von Geschäftsmodellen zu revolutionieren.

Der dritte Treiber ist der Markt selbst.
Die digitale Disruption fordert gestandene Unternehmen und deren Praktiken heraus.

Da die etablierten Unternehmen im Vergleich zu den angreifenden Unternehmen langsamer sind, müssen sie den richtigen Zeitpunkt finden, um die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Mit diesen Treibern verändert sich der Stellenwert der IT. Bisher wurde die IT in den Unternehmen oftmals als reine Unterstützungsfunktion gesehen. Im Kontext der Digitalisierung wird sie aber ein Kernbestandteil der Produkte und Services der neuen digitalen Geschäftsmodelle.

Die kritischen Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Digiatlisierungsprojekte

Auf Basis der Umfrageergebnisse der von Carsten Sensler, Dr. Dirk Rohweder, Dr. Thomas Grimm, Andre Karalus, und Thomas Hänel durchgeführten Studie, gepaart mit Erfahrungen aus großen Digitalisierungsprojekten verschiedener Industrien, konnten fünf kritische Erfolgsfaktoren identifiziert werden, die besondere Aufmerksamkeit auf dem Weg zum digitalen Unternehmen erfordern.

Die Abbildung 3 fasst die fünf kritischen Erfolgsfaktoren zusammen.

Diese sind

  1. das neue Geschäftsmodell,
  2. eine veränderte Sicht auf den Kunden,
  3. die Leistungsfähigkeit der IT,
  4. die Integration von Partnern und
  5. die Kultur bzw. Organisation von Unternehmen.
Kritische Erfolgfaktoren nach DX-Studie 20174

Abbildung 3: Die 5 Erfolgsfaktoren digitaler Transformationen nach DX-Studie 2017 / Foto: Carsten Sensler

Zu jedem Erfolgsfaktor gehören passende Aktivitäten

Geschäftsmodell

  • Ausbau & Umbau der Geschäftsmodelle mit verstärkter Öffnung nach außen, um integrierte und flexible Wertschöpfungsketten realisieren zu können.
  • Umbau des Leistungsangebots von einem reinen Produktgeschäft hin zu einem eher service-basierten Leistungsangebot.
  • Integration von Datenschutz & Datensicherheit als Grundlage für den Erfolg des Geschäftsmodells

Kunde

  • Umfassende Besetzung der digitalen Kundenschnittstelle, personalisierte Kundenansprache und Aufbau von omni-channel Fähigkeiten
  • Stärkere Bindung des Kunden über die gesamte Customer Journey
  • Auf- und Ausbau von Advanced Analytics um „Datenschätze“ zu heben, um sie zum Beispiel für eine personalisierte Kundenansprache zu nutzen.
  • Schaffung eines sensiblen Umgangs mit personenbezogenen Daten, um dem Bedürfnis nach Datenautonomie der Kunden gerecht zu werden.

Leistungsfähigkeit der IT

  • Integrieren der IT bei der Ausgestaltung der Geschäftsmodelle als essenzieller Bestandteil der Wertschöpfung.
  • Steigerung der Flexibilität, Modularisierung und Effizienz der IT, um die digitale Transformation und insbesondere eine flexiblere und geänderten Kundenbedürfnissen anpassbare Leistungserbringung zu ermöglichen.
  • Enge Verzahnung der IT mit dem Business durch die Enterprise Architektur, um eine an der Unternehmensstrategie ausgerichtete zielgerichtete Umsetzung der Digitalisierung sicherzustellen.
  • Konsequente Umsetzung der EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Umgang mit den verarbeiteten Daten.

Partner

  • Ausbau der Fähigkeit, Partner in die Unternehmensprozesse zu integrieren, zur Flexibilisierung der Wertschöpfungskette und -tiefe, um auf Marktveränderungen beziehungsweise -disruptionen möglichst rechtzeitig reagieren zu können.
  • Ausbau der Fähigkeit, sich in die Wertschöpfungskette anderer Unternehmen integrieren zu können.

Kultur & Organisation

  • Entwickeln einer Organisationsstruktur, in der Verantwortungen Ende-zu-Ende vergeben und gelebt werden können.
  • Schaffung einer zentralen Verantwortung für die Digitalisierung, um die Veränderung erfolgreich umsetzen zu können.
  • Entwickeln einer Kultur, die es ermöglicht, flexibel und schnell auf geänderte Markt- und Kundenbedürfnisse reagieren zu können.
  • Schaffung einer Kultur der Zusammenarbeit in der vernetzter, digitaler und flexibler gearbeitetet wird.

 

Nicht warten, starten!

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass es immens wichtig ist, die digitale Transformation aktiv anzugehen und zu gestalten. Für die konkrete inhaltliche Ausgestaltung empfehlen sie folgende Grundsätze entlang der kritischen Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen, weil diese später über den Erfolg der Transformation eines Unternehmens entscheiden

  • Überdenken Sie kritisch Ihre aktuellen Geschäftsmodelle. Vielleicht ergeben sich neuartige Geschäftsmodelle, in die sich Ihre vorhandene Wertschöpfungskette integrieren lässt.
  • Stellen Sie den Kunden in den Mittelpunkt Ihrer Überlegungen. Lernen Sie aus jeder Interaktion mit dem Kunden und ermöglichen Sie damit eine personalisierte Kundenansprache.
  • Stellen Sie eine konsistente Customer Experience in ihren Kanälen bereit, so dass Sie als einheitliches und professionelles Unternehmen wahrgenommen werden.
  • Denken Sie über Ihre Unternehmensgrenzen hinweg und seien Sie offen für Partnerschaften. Nicht immer ist eine hundertprozentige Eigenfertigung das Beste für ein Unternehmen und seine Kunden.
  • Schaffen Sie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Transformation durch Erhöhung der Leistungsfähigkeit der IT.
  • Ernennen Sie in ihrem Unternehmen einen zentralen verantwortlichen Ansprechpartner für die digitalen Transformation, welcher mit all seiner Energie und Willensstärke die Transformation erfolgreich umsetzen kann – auch im Falle von auftretenden Schwierigkeiten.
  • Schaffen Sie eine enge Verzahnung zwischen Business und IT mit Hilfe der Werkzeuge einer ganzheitlich aufgesetzten Enterprise Architektur.

In diesem Beitrag sind die Kernpunkte der DX – Studie 2017 zur digitalen Transformation dargestellt. Die komplette Auswertung der Studie können sie hier abrufen: DX- Studie 2017

Förderung der Digitalisierung im Mittelstand durch die KFW

Die Welt wird digital.

Dennoch scheuen viele Mittelständler den konsequenten Aufbruch in das digitale Zeitalter: Ein Drittel der Mittelständler bewegt sich noch in einem frühen Stadium der Digitalisierung. Das belegt eine Studie der KfW zur Digitalisierung im Mittelstand. Rund 20 % der Betriebe betrachtet die KFW als Pioniere.

Zwar investierten viele Firmen in den letzten drei Jahren in digitale Lösungen, die Beträge sind aber zumeist vergleichsweise gering.

Weil Barrieren wie mangelnde IT-Kompetenzen der Beschäftigten, ungeklärte Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit sowie zu langsame Internetverbindungen dringend notwendige Investitionen hemmen, bewerten die Mittelständler den Aufwand für IT-Investitionen zuweilen noch kritischer als deren etwaigen Nutzen.

Jetzt ist Zeit eine digitale Strategie zu entwickeln

Dabei ist jetzt die Zeit, eine digitale Strategie für das Unternehmen zu entwickeln, um für den künftigen Wettbewerb gerüstet zu sein.

Laut der Befragung der KFW haben immerhin 42 Prozent der Unternehmen Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant.

Digitalisierung

Gründe für die Investitionen in Digitalisierung

  • Chancen der neuen Technologien nutzen
  • Die Kunden fordern dies konkret
  • Wettbewerber haben bereits investiert

Digitalisierungsvorhaben werden oft nicht finanziert

Weil Digitalisierungsvorhaben für Kreditgeber schwer zu bewerten sind, bleibt Mittelständlern der Zugang zu Finanzierungen oft verwehrt. Kaum verwertbare Sicherheiten verteuern die Finanzierungen oder verhindern sie ganz.

Digitalisierungskredit der KfW als Lösung

Deshalb fördert die KfW seit dem 1. Juli 2017 Investitionen in die Digitalisierung mit zinsgünstigen Krediten im Rahmen des neuen Förderprogramms „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“. Der Clou: Die KfW bietet den Finanzierungspartnern, zum Beispiel den Hausbanken der Kreditnehmer, eine Haftungsfreistellung in Höhe von 70 Prozent des Kreditrisikos an.

Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen werden ebenso finanziert, wie eine strategische digitale Ausrichtung

Mit dem Förderprogramm soll die gesamte Palette möglicher digitaler Technologien in den Betrieben gefördert werden. Es unterstützt die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren ebenso wie eine strategische digitale Ausrichtung des Unternehmens. Bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben sind förderfähig.

Innovative und schnell wachsende Unternehmen, aber auch jene mit besonders hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung können so ihren gesamten Finanzierungsbedarf abdecken.

Das Wichtigste zum Digitalisierungskredit der KfW in Kürze

  • 25.000 bis zu 25 Mio. Euro für Investitionen und Betriebsmittel pro Unternehmen
  • ab 1,00 % effektiver Jahreszins (Stand Dez. 2017)
  • für etablierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft die weniger als 250 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro haben.
  • Größere mittelständische Unternehmen, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und deren Gruppenumsatz 500 Mio. Euro nicht überschreitet
  • Freiberuflich Tätige, z. B. Ärzte, Steuerberater, Architekten, die mindestens 2 Jahre am Markt sind

Mehr Informationen zu diesem Kredit im Merkblatt 380 390 391 der KfW

oder auf der Übersichtsseite der KfW

 

Ein weiterer Weg der Finanzierung von Digitalisierungsprojekten:
Förderprogramm „go-digital“ des BMWi

Geschichte: Social-Media-Evolution: Was war eigentlich vor Facebook?

Im Laufe der Zeit haben viele Netzwerke versucht, in der Socia-Media-Welt Fuß zu fassen – einige waren dabei sehr erfolgreich, von anderen weiß heute kaum noch jemand. Dabei können Nischen-Netzwerke ebenso langlebig sein wie die Big Player Twitter und Facebook. Andere, wie Snapchat, verwischen die Grenzen von Instant Messaging und Social Networking immer mehr.

Social-Media-Evolution: Was war eigentlich vor Facebook?

[T3N wirft einen Blick zurück in die Geschichte]

Manager zurück auf die Schulbank! – Fordert Prof. Kollmann

Warum Deutschland bei der Digitalisierung hinten liegt

Auch wenn das Thema Digitalisierung inzwischen in den Köpfen von Managern und Mitarbeitern angekommen ist, liegt die Industrienation Deutschland beim digitalen Wandel im internationalen Vergleich weit zurück. Können wir die elektronischen Geschäftsmodelle und -prozesse wirklich anpacken und umsetzen und damit die alten gewohnten Geschäftsroutinen verlassen? Zahlreiche Studien beantworten diese Frage im Moment klar mit: Nein.

  • Rund 80 Prozent aller Arbeitnehmer haben grundsätzlich Angst vor der Digitalisierung und können die Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsplatz nicht einschätzen.
  • Die geringen digitalen Kenntnisse von Mitarbeitern entwickeln sich zum Problem für die deutsche Wirtschaft.
  • Daraus darf sich aber keine allgemeine Angst vor der Digitalisierung aufbauen.
  • Diese Gefahr liegt nahe und könnte politisch wie gesellschaftlich aufgegriffen werden.
  • Die Antwort kann nur im Wissen und der zugehörigen digitalen Kompetenz liegen und deswegen ist persönliche Weiterbildung in den Bereichen Digitalisierung, E-Business und E-Entrepreneurship wichtiger denn je.

[Hier geht es zu dem ganzen Beitrag im Manager Magazin]