Title September 2017

Konzernbossen in Deutschland fehlt Digitalkompetenz

Den Vorständen in Deutschland fehlt es an Digitalkompetenz. Zu diesem Urteil kommt eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) und einer Denkfabrik der Dieter Schwarz Stiftung.

Als Richtschnur für die Kompetenz und Digitalerfahrung analysierten die Wissenschaftler die Lebensläufe der Manager. Sie untersuchten Arbeitsstationen und Engagements im digitalen Bereich. Dabei berücksichtigten sie Führungs- oder Aufsichtsratspositionen in der Digitalwirtschaft etwa in Software- oder IT-Konzernen ebenso wie  Erfahrungen in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Auch das Engagement im digitalen Umfeld in Verbänden oder Gremien bezogen die Wissenschaftler mit ein.

Vorstände nicht auf Digitale Transformation vorbereitet

Ihr Urteil: Viele Vorstände deutscher Konzerne sind nicht gut genug auf die digitale Transformation vorbereitet. Weniger als 10 Prozent der Führungsmitglieder von Dax- oder MDax-Unternehmen bringt das entsprechende Rüstzeug mit. Etwa durch einen vorigen Job in einem Digitalunternehmen oder in einer Entwicklungsabteilung. Der Studie zufolge verfügt nur jeder vierte der Manager über substanzielle unternehmerische Vorerfahrung.

Gefahr, dass deutsche Konzerne international den Anschluss verlieren

 

„Zweifellos haben die wichtigsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands bei der Besetzung der Vorstandsteams großen Nachholbedarf in Bezug auf Entrepreneurship, Gründergeist und Digitalerfahrung“, sagte HTW-Professor Julian Kawohl, der die Studie gemeinsam mit dem Heilbronner Wissenschaftler Jochen Becker erstellt hat.

411 Lebensläufe von Vorständen aller 80 Dax- und MDax-Unternehmen nahmen die Forscher unter die Lupe. Dabei wurden sowohl Unternehmenswebseiten und Geschäftsberichte als auch Profile in den Business-Netzwerken LinkedIn und Xing herangezogen.

Die deutsche Industrie ist in Gefahr, den Anschluss an die internationale Konkurrenz zu verlieren. Ihren Vorständen fehlt es einfach an Know-how, wie sich im digitalen Zeitalter Geschäfte machen lassen.

 

Mit Material von Reuters

 

In China führt ein Roboter eine Zahn-OP ohne menschliche Hilfe durch

Zahn-Op-Roboter sollen helfen, den Zahnarztmangel in China zu kompensieren und die Fehlerquote bei Operationen zu minimieren.

In China hat ein Roboter erstmals eine Zahn-OP ohne den Eingriff von Menschen durchgeführt. Einer Frau wurden zwei Zahnprothesen in den Kiefer eingepflanzt. Sie wurden vorher in einem 3D-Drucker hergestellt. Die Operation dauerte eine Stunde und wurde aus Sicherheitsgründen von einem Ärzte-Team begleitet. Die „South China Morning Post“ berichtet aber, dass der Roboter die Operation völlig selbständig durchgeführt hat.

Die technische Entwickllung soll den in China herrschenden akuter Zahnarztmangel abmildern. Laut einer Untersuchung würden rund 400 Millionen Chinesen neue Zähne benötigen. Langen Wartezeiten führen zudem zu Komplikationen, die weitere Operationen nach sich ziehen.

Ein weiteres Ziel wird mit dem Einsatz der Roboter verfolgt: Die bei menschlichen Zahnärzten gemachte Fehlerquote soll reduziert werden. Die vorgeschriebene Fehlertoleranz von 0,2 bis 0,3 Millimeter habe der Roboter dank Po­si­tion­ie­rungs-Mar­kern einhalten können, obwohl die Frau nur lokal betäubt war und den Kopf auf ihrem Stuhl bewegen konnte.

 

Angela Merkels Zukunftsvisionen für Deutschlands Gesellschaft

Wie soll Deutschland 2030 aussehen?

FOCUS Online richtet im Interview mit der Kanzlerin den Blick nach vorn. Angela Merkel spricht über die Internetverbindung auf dem Land, über die Algorithmen bei Facebook, die Schule von morgen und das, was in Zukunft das Land prägt.